Die schönsten in 2015 und 2016

Vorweihnachtliche  Hobbyaustellung   2014

 

 

Wie  im Jahr zuvor , so auch dieses  Jahr , organisierte

 

SAV  Gut-Fang Oppau das Vorweihnachtliche  Hobbyausstellung.

Zum  essen  gab es wie üblich frisch geräucherte Forellen  und sehr  gute  Leberknödel.

Es  gab auch reichhaltiges Kuchenangebot und Kaffee

Trotz schlechten Wetter, haben unsere treuen Gäste die  Hobbyausstellung besucht.

 
         

 

 

 

 
       
           

Unten  ein paar Bilder von der Veranstaltung

 

 



Weihergedanken

 

von unserem Ehrenmitglied Heiner  Brunnert

 

Wenn in einer kühlenden Sommernacht der Mond ein silbernes Band über die  leicht kräuselnden Wellen des Weihers ausgießt, ein sanfter Wind die Blätter der  Bäume flüstern lässt, eine Entenmutter mit ihren Küken einen späten Schwimmgang unternimmt, ein kapitaler Fisch mit einem lauten "Wuatsch" für Sekunden das  Wasser und die Stille durchbricht, dann erfüllt mich eine jener leisen,  unvergleichlichen Glücksgefühle, die einem nur der Angelsport schenkt.

Das bewusste Erleben der Natur, die sich auch bei der edlen Fischwaid nur dann  offenbart, wenn sich der Mensch ihr stumm ergibt, reizt alle Sinne. Man sieht,  hört, riecht und fühlt auf der Haut, dass man für einige Stunden zu Gast sein darf bei dem Leben ringsum.

Romantische Gefühle? - Nun. Angler sind -fast- alle heimliche Romantiker.

Allerdings gehen mir viele, vielleicht allzu viele gute Anglertugenden ab. So  bleibt der Fangerfolg zwar nicht völlig gleichgültig, aber er ist mir nicht  besonders wichtig. Immerhin packt mich die Jagdspannung, wenn endlich ein Fisch bei mir beisst, und ich wende auch alle erlernten Regeln an, um zum Angelerfolg  zu kommen, aber wohl unvollkommen. Die grossen Fische fange ich bestimmt nicht. Ich bin ein lausiger Angler.

Bisweilen verträume ich auch einen Biss und damit vielleicht einen kapitalen  Fisch. Ich lasse meine Gedanken schweifen: Wie kam ich eigentlich zum Angelsport? Ein Freund nahm mich mit, mehr zufällig also. Das ist gut vierzig  Jahre her. Durch ihn lernte ich einen "alten Mann" - so in meinem heutigen Alter  - kennen, der mich lehrte, das Fischen als hegende Jagd zu begreifen und als "Eintrittskarte" in die Erlebniswelt der Natur. Die Begegnung mit diesem Mann  war für mich die prägende Erfahrung in diesem Sport.

Man überlegt in unserem Sportanglerverein "Gut Fang" seit langem und immer wieder: Wie wird die Zukunft unserer Gemeinschaft aussehen? Gut Fang 2000 und  später?

Die Zukunft ist selbstredend die Jugend. Wie können wir sie für uns  begeistern? An entsprechenden zum Teil recht aufwendigen Bemühungen wie Zander-  oder Forellenfischen hat es nicht gefehlt, aber nach punktuellen Erfolgen war  das Echo hernach gegen Null. Das kann entmutigen und fragen lassen: Will unsere  Jugend nur "Action", ist ihr Lebensprinzip "mitnehmen, was sich bietet und dann abhaken, ex und hopp"? Ist unsere Jugend nur genussüchtig, oberflächlich,  egoistisch, arrogant, träge, faul, frech und respektlos? - Diese Vorwürfe (und  ihre Widerlegungen) - man lese nach von Plato, Cicero, Albertus Magnus bis heute  - ziehen sich durch die Jahrhunderte. Nichts Neues also und allemal Unsinn.  Allerdings ist es Jugendlichen kaum jemals besser gegangen und mühelose Wunscherfüllung erleichtert den Weg zur Reife erfahrungsgemäss nicht gerade. Vor  allem aber sind unsere jungen Leute extrem reizüberflutet, von fragwürdigen  Vorbildern umgeben, die sie sich teils selbst geschaffen haben, weil wir Ãlteren  ihnen die Vorbilder schuldig geblieben sind. Das könnten wir für unseren Teil  besser machen, wir dürfen nur in unseren Bemühungen nicht nachlassen und müssen uns über unseren Stellenwert klar sein. Mit Populärsportarten wie Fußball,  Tennis oder Leichtathletik können wir uns nicht messen, wir sind ein Nischensport wie Fechten oder Rudern. Aber da liegt vielleicht unsere  Stärke.

Ein Verein wie der unsere ist überschaubar, jeder kennt so ziemlich jeden  Aktiven, es gibt keine Hemmschwellen; es ist leicht, aufeinander zuzugehen, öfter mal  etwas Neues auszuprobieren. Angelpartnerschaften zwischen Jungfischern und Senioren - möglichst kein Verwandter - würden neue Beziehungen schaffen und  Fachwissen weiterfließen lassen.

Ermuntern wir auch unseren Nachwuchs, sich im Verein selbstbewusst zu  artikulieren, seine Meinung offen zu sagen und diskutieren wir ernsthaft mit  ihm. Geben wir der Jugend Aufgaben und bereiten sie nach und nach auf Führungsaufgaben vor. Jugend will gefordert werden.

Wir könnten auch mehr nach außen wirksam werden. Warum versuchen wir nicht,  im Naturkundeunterricht der Schulen mit Vortragenden aus unseren Reihen ein  Zeichen zu setzen. Dort sitzen die potentiellen Jungfischerinnen und Jungfischer. Die müssen uns und unseren Sport aber erst einmal kennen lernen.

In unserer Informationsarbeit für die hiesige Presse stehen wir zwar recht  gut da, aber auch dabei ist das Bessere der Feind des Guten. Es heißt, alle  Chancen der Berichterstattung zu nutzen, noch erfolgreicher zu sein und junge  Leute an diese reizvolle Aufgabe heranzuführen.

Und was ist eigentlich mit unseren Damen? Wenn man zum Beispiel beim  Fischerfest sieht, mit welchem unermüdlichen Einsatz sie da zu Werke gehen,  versteht man nicht, dass sie im Vorstand nicht auch eine ähnliche Rolle spielen.  Die Damen streben doch die Gleichberechtigung in allen Bereichen an. Was,  verehrte Damen, hält Sie zurück? ---

Biss! - Zu spät, - er ist mir vom Haken gegangen, weil ich wieder einmal ins  Grübeln und Träumen gekommen bin. Es ist frisch geworden und Zeit, meine Ruten  einzuziehen. Die gewaltige Industriekulisse des Chemiekolosses mit ihren  Hunderten von Lichtern optischer Gegenpol zur beschaulichen Ruhe und zum sanften  Dunkel des Weihers dröhnt das 6-Uhr-Signal in den Himmel, - der Tiger reckt die Glieder und faucht. -

Auf der Heimfahrt hätte ich mit dem Rad fast einen Fasan überfahren, bin  nicht recht bei der Sache.

Sie werden mich noch einige Zeit beschäftigen, meine Weihergedanken.



 



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